CHECKLISTE FÜR ALTE HÄUSER

Mit dieser Checkliste kann man die häufigsten Altbaumängel aufspüren und von Fachleuten bewerten lassen. Auch Wertschätzer und Bausachverständige schauen immer nach den selben Details.

  Notitzen:
Feuchtigkeit im Dach, die auf eine undichte Eindeckung schließen lässt, zeigt sich an Wasserrändern an Dachlatten, Sparren, Balken und Flecken auf dem Fußboden.  
Feuchtigkeit im Keller sollte man nicht überbewerten: Nur deutlich ausgeprägte Flecken an den Wänden weisen auf Undichtigkeiten in, hochgezogene Wasserränder an den Wänden rundum den Kellerboden können aus zeitweisen Überflutungen (bei Sturzregen) resultieren.
 
Risse an den Wänden gibt es in jedem Haus, meist sind sie unbedenklich. Ein Statiker kann indes überprüfen, ob das Bauwerk noch "in Bewegung" ist. Gleiches gilt für Risse in Decken. Hier sollte die Belastungsfähigkeit kontrolliert werden. Durchhängende Deckenbalken sind jedoch kein Grund zur Besorgnis.  
Wasserrohre können verengt (inkrustiert) sein. Wasserzufluss und -druck sind an allen Wasserhähnen zu prüfen, auch das sichere Schließen der Hähne und Absperrventile unter dem Waschbecken sollte kontrolliert werden.  
Alte Abflussrohre aus Gusseisen dürfen nicht verstopft oder durchgerostet sein.  
Elektroleitungen können nur vom Elektriker auf ihre Belastbarkeit überprüft werden. Pro Wohnung sollten mindestens 4 bis 6 Stromkreise vorhanden sein.  
Türbeschläge und Armaturen können leicht ausgetauscht werden. Jedoch sollten Sie zunächst auf Funktionstüchtigkeit und Sicherheit überprüft werden.  

Alte Verglasungen und Fenster können zwar alt, aber noch langlebig sein. Isolierglas hat jedoch nur eine Lebensdauer von rund 20 Jahren, dann werden die Randdichtungen spröde und undicht und die Scheiben teilweise blind.

 
Abblätternde und alte Farben sind Schönheitsreparaturen, die nicht als Baumängel zu bewerten sind, es sei denn, das Material darunter weist bereits Folgeschäden auf.  

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